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Dreamball 2017 – ein Abend voller Emotionen

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5 Basic To Do’s für eure USA Roadtrip Planung – 3 Monate vorher

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Sunday Lines 17|09|2017

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5 Dinge, die ich in 2 Jahren Berlin gelernt habe

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Event

Dreamball 2017 – ein Abend voller Emotionen

von am 21/09/2017

Während ich diesen Artikel hier schreibe, liege ich im Hotelbett, habe mir gerade die hohen Schuhe von den schmerzenden Füßen gestriffen und bin immer noch überwältigt von dem Abend, den ich gerade erleben durfte.
Wie auch schon im letzten Jahr hat mich L’Oreal Paris wieder zum Dreamball eingeladen – einem wunderschönen Event, das eine so große Bedeutung hat.

Der Dreamball ist eine Veranstaltung der DKMS Life, die (wie Barbara Schöneberger es so schön gesagt hat), letztendlich nur einen Grund hat: Geld zu sammeln.
Geld zu sammeln für Frauen, die an Krebs leiden und wieder erfahren sollen, wie es ist, sich schön zu fühlen, ein „normaler Mensch“ zu sein. Dafür bietet die DKMS Life das ganze Jahr über Workshops zu den Themen Make Up und Haarstyling an, in denen die Frauen wieder zurück zu sich und ihrem Selbstwertgefühl finden sollen, um letztendlich auch den Kampf gegen diese schlimme Krankheit zu gewinnen. Prominente Unterstützung bekommen sie dadurch von Lena Gercke, Lena Meyer-Landrut und Co., die das Programm an die Öffentlichkeit tragen und teilweise selbst an den Workshops teilnehmen.

Schon vor dem eigentlichen Event gab es für uns viele spannende Programmpunkte. Nach einem leckeren Lunch bei Dudu31 war für jede von uns Haarstyling und Make Up angesagt – ich liebe es ja, von anderen geschminkt und gestylt zu werden. Dazu war meine Stylistin noch so unglaublich nett, dass wir direkt Nummern ausgetauscht haben! Ich bin immer so dankbar, wie viele tolle Menschen ich dank meines Blogs schon kennenlernen durfte.
Wenn ich von „uns“ rede, meine ich übrigens mich und die anderen Blogger, Youtuber und Influencer, die ebenfalls von L’Oreal eingeladen wurden: Sue, Fulya, Steffi, Nadine und Katharina.

Sue und ich sind dann noch schnell auf die Straße gehüpft, um ein paar Fotos zu knipsen – und wurden dabei teilweise ganz schön schief angeschaut wegen unserer schicken Abendkleider. Meines habe ich übrigens von The Factory Store geliehen – vielen Dank dafür!

Dann ging es auch schon los Richtung Westhafen, wo der Dreamball in diesem Jahr das erste Mal stattfand – eine unglaublich tolle Location.
Der Dreamball 2017 stand unter dem Motto Lebensfreude – und glaubt mir, trotz all der wunderschönen und rührenden Momente ging diese nie verloren. Barbara Schöneberger hat durch den Abend geführt, wie es sonst niemand gekonnt hätte, und Show Acts wie Melanie C und Nathalie Imbruglia haben mich direkt wieder in die 90er befördert. Richtige Powerfrauen!
So auch die Dreamlady des Abends, Ina Otto. Ihre Geschichte hat mich sehr bewegt, sie ist eine bewundernswerte Frau mit starker Familie. Ich wünsche mir, dass alle Frauen, die an Krebs oder einer anderen schlimmen Krankheit leiden, diesen Rückhalt ebenfalls haben.

Den Abend über wurden dann die verschiedenen Sponsoren des Dreamballs vorgestellt, die mit ihrem Engagement Spenden im sechsstelligen Bereich gesammelt haben. L’Oreal Paris hat alleine 100.000 Euro gesammelt durch ihre #lookgoodfeelbetter-Aktion auf Instagram und die Charity Edition der Color Riche Lippenstifte.
Dazwischen gab es immer wieder Showeinlagen und natürlich auch ein sehr leckeres Dinner, von dem ich jetzt noch träume.

Mein heimliches Highlight – und das vieler anderer Gäste: ein (mehr schlechtes als rechtes) Foto mit Jogi Löw. Teilweise standen bestimmt 20 Menschen Schlange, um sich mit unserem Weltmeister knipsen zu lassen!

Wer mir auf Instagram folgt, hat das Event in meinen Stories live mitbekommen – ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eiblick in dieses wertvolle Event geben.
Danke an L’Oreal Paris für die Einladung.

xoxo
Eva

 

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Travel

5 Basic To Do’s für eure USA Roadtrip Planung – 3 Monate vorher

von am 19/09/2017

Genau 100 Tage sind es noch, bevor ich gemeinsam mit einer Freundin hier in Berlin in den Flieger steige und einige Stunden später wieder im Land meiner Träume bin. USA, I’m coming for you!
So ein Roadtrip bedarf viel Planung und Organisation was ich absolut liebe. Ich verbringe meine Freizeit in Reiseforen, jage die billigsten und besten Schnäppchen für Flüge, Hotels und Mietwagen und plane unsere Reiseroute bis ins Detail – aber natürlich trotzdem entspannt und mit viel Spielraum.

Wie versprochen nehme ich euch ab sofort ein bisschen mit in die Planung – schön, dass diese Idee auch bei euch so gut ankam. Bevor ich aber ins Detail gehe, möchte ich euch heute erst einmal fünf wichtige Basic To-Dos nennen, die ihr vor eurer Reise definitiv erledigen müsst.

Flüge buchen
Ich weiß nicht, ob ich unglaublich Glück hatte mit meinen Flügen, oder ob Fliegen aktuell so preiswert ist wie nie: Für Hin- und Rückflug bezahle ich diesmal schlappe 333€. Heftig, oder? 2013 habe ich noch knapp 800€ für meine Flüge gezahlt. Gefunden habe ich dieses Schnäppchen bei Urlaubspiraten.
Vergleicht generell auch mal die Preise zwischen den verschiedenen Anflughäfen, wenn ihr nach Kalifornien fliegt – zwischen Los Angeles und San Francisco lagen bei uns mehrere Hundert Euro Unterschied.

Mietwagen finden
Unseren Mietwagen haben wir auf Empfehlung im Voraus über billiger-mietwagen.de gebucht, das ist am Ende billiger als wenn ihr es vor Ort erst mietet. Dabei gibt es einiges zu beachten: Die Versicherungssumme sollte immer bei 1 Million Dollar liegen; achtet außerdem darauf, ob ein zweiter Mitfahrer inklusive ist. Lasst euch vor Ort nichts aufschwatzen, weder eine Versicherung noch ein teures Navigationsgerät – ich werde mein eigenes mitbringen.
Wir haben uns übrigens für einen etwas größeren SUV entschieden – in den USA findest du kaum ein anderes Auto auf den Straßen. Da man in den SUVs etwas höher sitzt, kann man die Landschaft deutlich besser genießen und hat mehr Komfort auf seiner Reise. Im Endeffekt ist das Auto ja das, worin ihr bei einem Roadtrip die meiste Zeit verbringt – hier sollte also nicht unbedingt gespart werden.
Wir zahlen jetzt für 14 Tage circa 300€ pro Person.

ESTA beantragen
Denkt unbedingt dran, den Antrag für euer Visum zu stellen, und das am besten rechtzeitig. Das solltet ihr übrigens ausschließlich auf der Original-ESTA-Seite machen – es gibt wohl einige Websites, die euch da abzocken könnten. Das Visum kostet 14€, um es zu erhalten müsst ihr einen Fragenkatalog beantworten und einige Angaben über euch machen. Geht super schnell und easy!

Dokumente checken
Besonders in einer Großstadt wie Berlin ist es wichtig, dass ihr frühzeitig all eure Dokumente checkt. Mein Ausweis ist aktuell beispielsweise abgelaufen und ich habe erst zwei Monate später wieder einen Termin im Bürgeramt bekommen. So nervig! Ob ich ihn letztendlich brauche, weiß ich nicht – wichtig sind aber euer Reisepass und natürlich ein Auslandsführerschein, den ihr ebenfalls vorab beantragen müsst.
Ein Muss ist für mich außerdem eine Kreditkarte, mit der man im Ausland gratis abheben und bezahlen kann. Wirklich niemand bezahlt in den USA bar, alles läuft über Kreditkarte. Ich habe meine bei DKB geholt.

Das erste Hotel buchen
Wir haben uns dazu entschieden, lediglich das erste und letzte Hotel vorab zu buchen und uns für die restliche Zeit treiben zu lassen. Ein Tag weniger oder länger kann immer mal passieren und wir möchten spontan bleiben. Super ist dafür die Booking.com-App, mit der Hotels und Motels auch vor Ort ganz einfach reserviert und gebucht werden können.
Unser Start- und Endpunkt ist San Francisco, wo wir die ersten Nächte in einem Airbnb und die letzte Nacht im The Opal verbringen.

Alles über unsere Reiseroute, meine Must-Sees und sonstige USA-Stories erfahrt ihr in den nächsten Wochen!

Was würde euch besonders interessieren?

xoxo
Eva

Fotos: Frau Herz

Kleid: Mango (ähnlich)
Jeansjacke: Zara (ähnlich)

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Allgemein

Sunday Lines 17|09|2017

von am 17/09/2017

|Gesehen| „The Circle“ – ein leider eher enttäuschender Film mit Emma Watson. Außerdem „Atomic Blonde“, den ich ebenfalls ab circa der Hälfte des Films nicht mehr gelungen fand.. dazu gab es Trailer zu „Mother!“ und „Es“, die mich beide schon jetzt nicht mehr schlafen lassen, so gruselig.

|Gelesen| Women’s Wear Daily und viele viele Buchtipps für den Herbst, die ich mir endlich alle für mein Kindle holen werde. Herbstzeit ist Buchzeit!

|Gehört| Sehr viel The XX – Ich habe die Band bei Lollapalooza Berlin kennen- und lieben gelernt!

|Getan| „Endlich“ wieder meine Haare geschnitten – krass, wie schnell sie seit Mai wieder gewachsen sind!; die Mittagspause mit Jo Malone verbracht; ins Kino gegangen; Fotos geknipst; Freunde getroffen; nach Hause zu meiner Familie gefahren; die Zeit dort sehr genossen.

|Gegessen| Gnocchi mit Kirschtomaten und Parmesan; endlich wieder Rosenkohl, meine große Liebe; Ramen mit Schweinefleisch bei Cocolo; Gyoza und Edamame; einen Burrito bei Mishba – super Tipp für einen schnellen, leckeren Lunch in Berlin; Lendchentopf von meiner Mami; den besten Zwetschgenkuchen der Welt; Orangen-Mandel-Schokolade von Lidl, die Eigenmarke ist so gut!

|Getrunken| Trüben Apfelsaft – liebe ich für Schorlen!; Moccha Latte bei Starbucks; fränkischen Federweisser; Litschi Biomade; einen Piccolo Champagner von Pommery – man muss sich auch mal selbst verwöhnen.

|Gedacht| Ich liebe liebe liebe es, meine Gedanken hier auf dem Blog zu teilen und mit euch zu interagieren. Ich hatte in dieser Woche so viel Kontakt mit euch über Instagram und Co., das macht mir so viel Spaß!

|Gefreut| Nächstes Wochenende geht es für mich das erste Mal nach Paris! Habt ihr irgendwelche Tipps für die Stadt der Liebe?

|Gelacht| Ich habe meine Nachbarin gebeten, übers Wochenende immer mal wieder nach Oscar zu sehen und ihn zu füttern, weil ich ja nicht da bin. Das Ganze mit der Vorwarnung „Er ist wirklich kein einfacher Kater, er mag keine Fremden, bitte sehr vorsichtig sein, erst mal nichts streicheln etc.“. Als sie dann vorbei kam und ich ihr alles gezeigt habe, dachte ich, ich sehe nicht richtig: Oscar ist auf sie zu gerannt, hat sich schnurrend um ihre Beine geschlängelt und gar nicht genug bekommen von ihren Krauleinheiten. So war er bei mir noch nie. Frechheit! 😉

|Geärgert| Ich möchte unbedingt im Dezember zum Konzert von Marteria in der Max-Schmeling-Halle – und jetzt sind die Stehplatzkarten ausverkauft! So ein Mist.

|Gekauft| Ein Shirt und einen kuscheligen Pullover bei H&M.

|Geklickt|  Einmal quer durch die Angebote der Glamour Shopping Week – da werde ich eventuell viel Geld lassen, oh oh.

 

 

 

 

Happy Sunday

xoxo
Eva

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Personal

5 Dinge, die ich in 2 Jahren Berlin gelernt habe

von am 15/09/2017

Fast auf den Tag genau lebe ich mittlerweile seit 2 Jahren hier in Berlin. Meine Zeit in der Hauptstadt ist rückblickend wie im Flug vergangen und ich könnte mir keine andere deutsche Stadt vorstellen, in der ich gerade lieber wohnen würde als hier. Klar, ich habe – besonders in letzter Zeit – auch mal weniger Lust auf all den Trubel, der hier tagtäglich herrscht, aber im Großen und Ganzen ist Berlin meine große Liebe.

Da ich die Stadt wie in einer guten Beziehung über die Jahre immer und besser kennenlerne – und es trotzdem noch so viel zu entdecken gibt! – schreibe ich euch heute 5 Dinge auf, die ich in meiner Zeit hier gelernt habe.

Berlin ist die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten
Heute sudanesisch essen, morgen zum Poetry Slam und danach auf die Rooftop Party, am Sonntag zu Marathon und Mauerpark oder wie am Wochenende zum Lollapalooza – du kannst hier alles erleben, was du dir vorstellen kannst. Langweilig werden kann einem in Berlin nun wirklich nicht, es gibt so viel zu entdecken und fast jeden Tag ein interessantes Event. Berlin bietet Spaß und Kultur mit jeder denkbaren Herkunft, unendlich viele Restaurants und Bars und auch für das Shoppingherz ist gesorgt, egal ob Luxusmarke oder Eco Fashion.

Freundschaften benötigen hier mehr Pflege
Aus den Augen, aus dem Sinn – das trifft auf Berlin wohl genauso zu wie auf viele Großstädte. Die Tatsache, dass man sich auf einem Event trifft und super gut versteht, bedeutet noch lange nicht, dass man sich irgendwann wieder sieht. Freundschaft heißt hier, mehr zu investieren und trotz verschiedener Freundeskreise, anderer Bezirke und Events noch irgendwie in Kontakt zu bleiben. Gefühlt lernt man hier jeden Tag neue Menschen kennen und es fällt schwer, dabei die zu finden, mit denen man eine langfristige Bindung eingehen möchte. Ich bin sehr froh, vor allem durch meine Jobs solche Freunde gefunden zu haben.

Berlin ist keine Stadt der Liebe
Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich den Satz schon gehört habe – „In Berlin verliebt man sich nicht.“ Anfangs dachte ich noch, das wäre Geschwätz von frustrierten Singles, mittlerweile weiß ich (für mich): es ist die Wahrheit. Die Anzahl der Männer, die ich in den letzten zwei Jahren hier kennengelernt habe und die an einer ernsthaften Beziehung interessiert waren, kann ich an einer Hand abzählen. Vielleicht brauche ich nicht mal alle Finger. In Berlin herrscht das Gefühl der Freiheit vor, der vielen Möglichkeiten, der ewigen Jugend, niemand will sich hier langfristig binden – morgen könnte ja jemand Besseres um die Ecke kommen. Ich bin gespannt, ob das nicht vor allem auch an meiner Generation liegt und wie es sich mit den Jahren entwickeln wird.

Freundlichkeit? Nein danke.
Man hat mir schon oft gesagt, dass Menschen aus Bayern oder Franken besonders harsch und unfreundlich sein sollen – das ist oft aber gar kein Vergleich mit dem, was ich mir hier in Berlin schon anhören durfte. Wie oft ich hier angeschrien oder blöd von der Seite angemacht wurde, ist wirklich unglaublich. Vor kurzem hat mich im Park sogar ein Mann im Vorbeigehen auf die Schulter geschlagen(!), weil er fand, ich würde ihm den Weg blockieren. Wer in Berlin wohnt, braucht definitiv ein dickes Fell – das habe ich mir hier in zwei Jahren hier zwar wachsen lassen, aber bin manchmal immer noch schockiert über die Art mancher Einwohner.

Berlin ist die perfekte Stadt für Blogger
Für meinen Blog hätte ich nichts Besseres tun können, als nach Berlin zu ziehen. In der Mittagspause ein kurzer Stop bei einem Event, abends zum Pressedinner und auch am Wochenende ist die Anreise meist nicht weit. Hier kann man sich perfekt vernetzen, viele Marken und Agenturen haben ihren Sitz in Berlin und Fotospots, Cafés und Restaurants gibt es an jeder Ecke. Ich habe mich früher oft geärgert, weil ich nicht an kleineren Events teilnehmen konnte oder manche Veranstaltungen unter der Woche waren – jetzt habe ich meist das Glück, doch teilnehmen zu können oder mir nur mal einen halben Tag frei nehmen zu müssen.

Kleid: Zara
Top: Mango
Schuhe: Gabor
Schmuck: Inhale | Vintage | Stilnest

Wie sind eure Erfahrungen mit der Hauptstadt?

xoxo
Eva

Fotos: Odett Telke

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Personal

Scheinwelt Instagram

von am 13/09/2017

Das perfekt inszenierte Frühstück im Bett, der Kaffee balanciert nahezu mühelos auf den weißen Laken. Frisch aus dem Bett aufgestanden sitzen Haare und Make Up auf dem täglichen Selfie – halt nein, natürlich heißt es #nomakeup. Am fein säuberlich dekorierten Schreibtisch dann mit dem MacBook ein paar Mails checken, darauf folgen Yoga, ein leichter Lunch, 2-3 Events und am Abend ein Dinner mit den 10 engsten Freunden. Aber keine Pizza, sondern #lowcarb – oder eben doch Pizza, weil #sowhat.

Mittlerweile sollte uns allen bewusst sein, dass diese scheinbar perfekten Bilder alle inszeniert sind und nur einen Teil der ganzen Wahrheit zeigen. Jeder weiß, dass hinter solchen Fotos viel Arbeit steckt, der Alltag des Bloggers oder Influencers meist ganz anders aussieht und Instagram nur einen Bruchteil dessen zeigt, was wirklich im Leben passiert. Derart schöne Motive benötigen Arbeit, Willen, Können.

Was den meisten an der Scheinwelt Instagram aber nicht auffällt ist das, was im Hintergrund betrieben wird. Wie viel Arbeit nicht nur hinter den Bildern selbst, sondern vor allem auch hinter einer Millionenzahl von Followern stecken kann – und diesmal meine ich das nicht positiv.

Ich bin von Natur aus nicht der Typ, der anderen etwas missgönnt – nichts macht mich glücklicher, als zu sehen, wenn Menschen erfolgreich sind mit dem, was sie lieben. So habe ich auch begeistert einen Artikel gelesen über eine millionenschwere, internationale Influencerin – millionenschwer sowohl auf dem Konto als auch an ihrer Followerzahl. Sie wurde beschrieben als starke Businessfrau, die genau weiß, was sie will. Die Kooperationen ablehnt, weil sie ihr nicht zusagen, immer erfolgreicher wird und auf ihren Instinkt hört. Ihr Style dabei lässig, unbeschwert, sympathisch. Wow, dachte ich. Respekt für diese Leistung.

Fasziniert von ihrer Vita habe ich dann weiter recherchiert, wollte mehr über sie herausfinden – und das tat ich auch. Herausgefunden habe ich vor allem, wie sie zu ihrer Followerzahl kam.

In der heutigen Welt, in der jeder zweite Post auf Instagram gesponsert ist und mittlerweile alles als Werbung deklariert werden muss, ist es für Follower und Leser gut, auch etwas Einsicht in die Hintergründe zu haben, so beispielsweise auf Socialblade. Dort sieht jeder, wie die Followerzahlen eines Accounts steigen und sinken, wie viele neue Follower pro Tag dazu kommen und wie viele das Weite suchen. Etwas, das in diesem Fall aber viel spannender ist: Man sieht ebenfalls, wie vielen Accounts der User selbst folgt und entfolgt.

Bei dieser Influencerin waren es vor ein paar Monaten noch eine halbe Million Menschen, denen sie gefolgt ist. Heute sind es knapp 60.000 – 440.000 weniger. Und da ist auch schon einer der Gründe, wie sie innerhalb von kurzer Zeit selbst zu ihrer Fülle von Followern kam. Dieses Folgen und Entfolgen macht Leser neugierig. Jemand, der den Account noch nicht kennt und vielleicht selbst nicht viele Abonnenten hat, wird erst einmal stutzig, klickt auf ihr Profil und folgt bei Gefallen zurück. Andere kennen die Influencerin bereits und fühlen sich so geehrt über den Follow, sodass sie zurück folgen und liken.

An sich ist da ja auch nichts dabei, hier wird nichts Unrechtliches getan – außer eben reine Followerverarsche. So zu tun, als würde man einem Account folgen, nur damit dieser einem zurückfolgt. Sobald das geklappt hat, kann dann wieder entfolgt werden. Die Followerzahl steigt und steigt und nach außen fällt keinem auf, was da eigentlich passiert und woher all die neuen Abonnenten kommen – immerhin werden keine Follower gekauft oder Bots verwendet. Bravo.

Natürlich kann ich den Wunsch nach mehr Followern verstehen. Auch ich habe mich gefreut, als ich letzte Woche die 5.000er Marke auf Instagram geknackt habe – eine so kleine Zahl im Vergleich zu anderen. Ich habe aber einfach keine Lust auf diese Spielchen, dieses Folgen und Entfolgen, das ich selbst auch täglich bei meinem Account merke. Lade ich morgens ein Bild hoch, habe ich manchmal innerhalb von Minuten 50 neue Follower – im Laufe des Tages verschwindet dann aber über die Hälfte davon wieder. Da mache ich nicht mit.

Ich werde weiterhin folgen, wem ich möchte, werde nach Content und Sympathie entscheiden. Dabei ist mir egal, ob derjenige 100 oder 100.000 Follower hat oder ob er mir ebenfalls folgt. Klar, Instagram ist mittlerweile ein Business, viele verdienen damit Geld, ich eingeschlossen. Trotzdem sollte man auch hier immer ein Stückchen man selbst bleiben und sich überlegen, welche Methoden man vertreten kann und welche nicht.

Der oben genannten Bloggerin bin ich übrigens entfolgt. Obwohl ich ihren Content sehr gerne mag und sie sicher nicht die Einzige ist, die diese Methode betreibt. Dennoch ist sie die Erste, bei der mir das aktiv aufgefallen ist – und darauf habe ich keine Lust mehr.

Ist euch dieses Phänomen auch schon einmal aufgefallen?
Wie seht ihr die Sache?

xoxo
Eva

 

Bluse: Zara
Rock: Mango
Schuhe: H&M
Schmuck: Inhale | Vintage | Stilnest

Fotos: Odett Telke

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