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5 Sätze, die ich als Blogger nicht mehr hören will

02/08/2017

Als Blogger ist man quasi von Natur aus ein Mensch, der täglich mit vielen anderen in Kontakt steht – sei es per Mail, Telefon oder eben auf Events und Parties. Dabei haben sich bei mir einige Sätze in den Hinterkopf gebrannt, die mich langsam aber sicher so sehr nerven, dass ich sie euch hier einmal zusammenfassen möchte.

Meine Top 5 der Sätze, die meine Augen regelmäßig zum Rollen bringen:

„Du kriegst so viele Sachen zugeschickt – ich werde jetzt auch einfach Blogger!“
Sorry an alle Freunde und Bekannte, denen ich damit jetzt auf den Schlips trete, aber dieser Satz ist meine definitive Nummer 1 der nervigsten Sätze. Er suggeriert, dass mir all das, wofür ich seit Jahren arbeite, einfach so zugeflogen kam und ja eigentlich jeder mal fix einen Blog starten und das Gleiche tun könnte. Außerdem geht es mir bei hearttobreathe um viel mehr als Gratisprodukte und Samples – ich liebe es, zu schreiben, zu fotografieren bzw. zu posen und mit anderen Menschen in Kontakt zu stehen, sie vielleicht sogar mit meiner Arbeit zu berühren. Nicht die Goodies sind da das Sahnehäubchen, sondern das Feedback meiner Leser.

„Budget haben wir nicht, aber du darfst die Produkte behalten!“
Mal abgesehen davon, dass ich mit Cremes, Lidschatten und Co. wohl kaum meine Miete bezahlen kann, ist es natürlich so, dass ich hier nicht nur über Themen blogge, für die ich bezahlt werde. Das möchte ich auch gar nicht. Gefällt mir der Lippenstift, zeige ich ihn euch – und das gerne auch mal ohne Budget. Hier geht es mir viel mehr um dreiste Anfragen von Marken und Unternehmen, mit denen ich zuvor nie etwas zu tun hatte und sich Content auf all meinen Kanälen wünschen, am liebsten doppelt und dreifach, und das natürlich unbezahlt. Sorry, aber: Nein danke.

„Der Blog interessiert uns nicht so, es geht mehr um Instagram“
Ich habe meinen Blog Mitte 2009 gestartet, Instagram kam logischerweise erst viel später dazu und war für mich anfangs vor allem auch ein privater Kanal. Mittlerweile ist er natürlich viel mehr als das und ich gehe auch gerne Projekte ein, die sich nur auf Instagram fokussieren. Dennoch sehe ich mich nicht als typischer Instagram-Influencer, sondern möchte durch meinen Blog einen gewissen Mehrwert bieten, den Instagram als Fotoplattform nun einmal nicht hat.

„Bitte kennzeichne deinen Beitrag aber nicht als sponsored!“
Zum Glück werden solche Anfragen immer weniger, aber eine Zeit lang war gefühlt jede zweite Mail mit diesem Abschlusssatz versehen. Spätestens die Abmahnwelle bei großen Bloggern hat jetzt wohl scheinbar auch die letzte Firma erreicht. Mittlerweile schicken viele größere Unternehmen sogar Guidelines, wie genau man am besten kennzeichnet und schlagen verschiedene Formulierungen vor. Weiter so!

„Ich hab mir dich ja ganz anders vorgestellt!“
Ja… und jetzt? War das ein Kompliment oder ein nicht mal so versteckter Diss? Ich bin 1.80 Meter groß, das mag vielleicht nicht auf jedem Bild so wirken, und von Natur aus auch eher kurvig als skinny. Was genau hinter so einer Aussage steckt, weiß ich nicht und möchte es wahrscheinlich auch nicht wissen – nicht nur als Blogger kommt aber hier von mir der Hinweis, dass ungefragte Kommentare über das Aussehen anderer meistens eher komisch und unerwünscht sind.

Gibt es in eurem Job oder Privatleben auch Sätze, die euch regelmäßig zur Weißglut bringen?
Raus damit!

xoxo
Eva

Fotos: Frau Herz

  1. Ohhhh deine Nummer 1 ist definitiv auch meine!
    Früher habe ich ungern gesagt, dass ich blogge, weil die Leute nichts damit anfangen konnten und es irgendwie dubios fanden („Die macht da was im Internet!“), dann war ich einfach nur stolz auf das was ich erreicht habe und habe es gerne erzählt, wenn jemand gefragt hat. Durch den ganzen „Influenzer-Hype“ und wie Blogger und YouTuber in den Medien gerne präsentiert werden, bin ich fast wieder zurückgekrochen und erzähle es ungern; einfach weil man jetzt schnell in eine Schublade gesteckt wird. „Ach die macht Fotos von Essen und tippt so ein paar Texte und kriegt dafür gratis Kram und auch noch Kohle“ – genau das suggeriert diese Antwort nämlich. Als würde man das mal eben nebenbei machen und jeder könnte jetzt damit anfangen und sofort käme das Luxusleben zugeflogen. Ne – so ist es eben nicht! Es steckt sehr viel Arbeit und Herzblut darin und das wird von den wenigsten gesehen. Schade, schade, Schokolade!

    1. Da geht es mir so wie dir – anfangs habe ich es komplett geheim gehalten. Als ich es dann erzählt habe, fanden es die meisten superspannend und hatten keinerlei Vorurteile, aber mittlerweile sieht das leider ganz anders aus. Ich versuche aber, mich nicht davon beeinflussen zu lassen, ich weiß ja, wer ich bin. Nur bei Dating & Co. finde ich es immer noch schwierig. 😉

    1. Haha – das kenne ich auch. Bei mir kam mal die Frage „Wie viele Millionen Follower hast du denn dann, wenn du auf dieses Bloggerevent eingeladen wirst?“ … 😀

  2. Ich bin oftmals froh, dass mein Blog so klein ist und wirklich nur ein Hobby – mit diesen ganzen Dingen mit denen sich größere und große Blogger und INfluenzer beschäftigen und auch oft rumschlagen müssen, dafür hätte ich neben meinem Vollzeitjob überhaupt keine Zeit.

    Alles Liebe
    Ulla

  3. Punkt 1 kenne ich nur zu gut und es nervt einfach so sehr immer wieder erklären zu müssen, dass einem die Produkte nicht einfach so in den Schoß fallen und man dafür ja teilweise jahrelang etwas getan hat.

  4. Ich finde es schade, dass Blogger immer in diese Schublade gesteckt werden. Es steckt doch meist so viel mehr dahinter als Samples und Kooperationen. Ich finde es übrigens schön, dass man hier auch den ein oder anderen persönlicheren Post lesen kann 🙂

    Welcher Satz als Jura Studentin am schlimmsten ist? Puh, da gibt es auch einige: Du studierst doch Jura, oder? Wie es dann eigentlich, wenn … oder lernst du eigtl nur Gesetze auswendig? 😀

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