Personal

Mein Jahresrückblick 2018

von am 31/12/2018

Instagram Stories wird gerade beherrscht von Rückblicken auf das vergangene Jahr, was ich prinzipiell super spannend finde. Da das aber nicht jedem so geht – und ich eure Stories nicht zuspammen möchte – und weil die nach 24 Stunden ja auch wieder weg sind, dachte ich, ich greife auf meinen guten alten Blog zurück und erzähle euch hier von meinem Jahr 2018.

Januar
Das Jahr habe ich auf die für mich schönste Weise begonnen: An einem Strand in Santa Barbara. Mein Roadtrip durch Kalifornien war für mich definitiv eine der wertvollsten Reisen überhaupt und unvergesslich. Die Natur in all ihren Facetten ist unbeschreiblich und ich bin eben einfach im Herzen ein American Girl. Nicht zuletzt deshalb verabschiede ich mich in ein paar Wochen wieder Richtung USA!

Februar
Der Februar war für mich eine Zeit des Umbruchs – ich habe mehr auf mich selbst geachtet, auf mein Befinden, meine Ernährung und Fitness. All das hat nicht nur sehr schnell Früchte getragen, sondern auch unglaublich gut getan – und immerhin mehr als ein halbes Jahr angehalten. Dann kam das Leben dazwischen… aber dazu später mehr.
Eine Reise nach Montenegro hat mir im Februar außerdem gezeigt, dass nicht immer die offensichtlichsten Ziele die schönsten sein müssen. Montenegro hat mich mit seiner Natur, dem Essen und den Menschen überrascht und aufs Tiefste begeistert.

März
Das beste Konzert des Jahres? Definitiv Kendrick Lamar im März. Der ganze Abend war für mich wie ein Rausch, der viel zu schnell vorüber ging. In 2019 muss ich unbedingt wieder mehr Konzerte besuchen.

April
Wahrscheinlich der Monat, in dem ich mich am reinsten mit mir selbst gefühlt habe. Ich hatte die Wochen und Monate zuvor so viel an mir selbst gearbeitet und habe mich im April ein Stück weit angekommen gefühlt. Gekrönt wurde dieses Gefühl von einem Kurztrip an die Ostsee mit meiner lieben Jil. Den Artikel dazu könnt ihr hier finden – so einen Ausbruch aus dem Alltag kann ich jedem nur empfehlen.

Mai
Angefangen mit den kontrovers diskutierten About You Awards war der Mai ein ereignisreicher Monat für mich. Nach langer Zeit habe ich mich liebestechnisch minimal geöffnet – um direkt wieder enttäuscht zu werden. Das ist sicherlich (wenn überhaupt) ein Thema für einen gesonderten Blogpost, aber das Jahr der Liebe war 2018 nicht für mich; dafür sind auch zu viele andere Dinge passiert.

Juni
Ein Wochenendtrip nach Hamburg, Urlaub mit meinen Mädels auf Mallorca – der Juni war so schön angedacht, und entpuppte sich dann als die schlimmste Zeit meines Lebens. Mein Opa ist gestorben, so plötzlich, wie das mit stolzen 90 Jahren passieren kann, und für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Er war ein von Grund auf herzensguter Mensch – ich habe nicht eine negative Erinnerung an oder mit ihm, was ich sonst von niemandem behaupten kann. Selbst jetzt kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke, und der Juni war dementsprechend ein sehr schwieriger Monat für mich und meine Familie.

Juli
Ein Wochenende in London, die Fashion Week hier in Berlin – ich gab im Juli mein Bestes, um mich abzulenken. Die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, war meinen damaligen Job zu kündigen und mich aus einer Situation zu befreien, die mir seit Monaten zugesetzt hatte.
Da es mit der Jobsuche schneller geklappt hat als gedacht, bin ich dann Ende Juli kurzerhand eine Woche nach Korfu geflogen. Sieben Tage lag ich am Strand, habe gelesen, gegessen und endlich wieder richtig entspannt.

August
… und schon startete mein neuer Job.
Eine Lektion, die ich hier gelernt habe: Lasst euch Zeit, wenn ihr sie braucht. Nach den vielen Problemen mit meinem alten Arbeitgeber und dem Tod meines Opas hätte ich eine Auszeit gut gebrauchen können – stattdessen habe ich mich schon in der Woche danach wieder in die Jobsuche gestürzt und hatte zwei Wochen später einen Vertrag unterzeichnet. Klar, eigentlich ein toller Erfolg – und ja, ich bin mehr als glücklich mit meinem jetzigen Job – aber im Nachhinein betrachtet ging alles viel zu schnell. Der August war dementsprechend ein Monat, in dem ich wirklich kämpfen musste: Mich in den Job einfinden, viele neue Menschen kennenlernen, täglich mein Bestes geben – ich war oft verzweifelt, habe viel geweint und meine Freunde als Ratgeber beansprucht. Ich hatte so viel Angst, all dem nicht gewachsen zu sein, weiß jetzt aber, dass es damals einfach nur zu schnell ging.

September
Eine Reise nach Marokko – klingt nach der perfekten Lösung für mein Problem, dachte ich. Den Urlaub hatte ich schon vorab gebucht und mich auf eine Woche Erholung gefreut, die ich so aber nicht bekommen habe. Auch wenn die Zeit im Atlasgebirge wunderschön war, war Marrakesch selbst der absolute Horror. Das lag vielleicht auch an meiner damaligen Verfassung, Marrakesch aber so schnell auch nicht wieder mein Reiseziel werden.

Oktober
Wenn ich so zurück blicke, war der Oktober relativ unspannend, und somit genau das, was ich gebraucht hatte. Ich habe meine Wohnung aufgeräumt, Regale gekauft und aufgebaut und meine Mama hat mich für ein paar Mädelstage in Berlin besucht.

November
Der nächste Besuch hatte sich angekündigt: Eine Freundin aus den USA, mit der ich während meiner Studienzeit dort zusammengewohnt hatte, war für einige Tage in Berlin. Es war so toll, mit ihr die Stadt zu erkunden, nach Potsdam zu fahren und in Erinnerungen zu schwelgen.
Geendet ist der November dann mit dem zweiten Schicksalsschlag des Jahres: Meine Oma, die Frau meines verstorbenen Opas, ist ebenfalls gestorben. Auch wenn es bei ihr weniger plötzlich und mehr eine Erlösung war, hat das noch einmal viel von meiner Familie abverlangt. Der einzige Trost ist jetzt, dass die beiden wieder vereint sind.

Dezember
Ein turbulentes Jahr geht dem Ende zu. Auf Dinge wie meinen Geburtstag, Weihnachtsfeiern & Co. hatte ich eigentlich keine Lust, wurde jedes Mal aber wieder positiv überrascht. So auch von Weihnachten selbst mit meiner Familie: Die Ereignisse des Jahres haben uns noch enger zusammen gebracht und es hat gut getan, die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Jetzt bin ich wieder zurück in Berlin, erledige die letzten To Do’s des Jahres und freue mich auf ein ruhiges Silvester.

2018 war sicherlich das anstrengendste und ereignisreichste Jahr meines Lebens. Der Tod meiner Großeltern überschattet dabei alles und hat mich im zweiten Halbjahr ziemlich aus der Bahn geworden. Komischerweise gehe ich aber mit einem guten Gefühl in 2019 – ich freue mich auf das neue Jahr, habe Hoffnung und irgendwie einfach eine Vorahnung, dass es gut wird. Mal sehen, was ich in einem Jahr hier schreiben werde.

Habt heute ein wunderbares Silvester & einen guten Rutsch in 2019!

xoxo
Eva

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Personal

Social Media vs. Real Life – Die Schattenseiten des Bloggerdaseins

von am 10/04/2018

„Du hast dich ganz schön verändert, finde ich. Du bist so oberflächlich geworden.“

Ihr glaubt gar nicht, wie hart mich diese Worte einer Freundin Anfang letzten Jahres getroffen haben. Und obwohl wir diesen „Streit“ schnell klären konnten, kriege ich sie nicht mehr aus meinem Kopf. Der Grund, wieso meine Freundin mir das gesagt hat? Wir hatten einige Wochen nur wenig Kontakt, haben uns beide etwas aus den Augen verloren. Lediglich über Instagram konnte sie meine Schritte verfolgen – die neue Designertasche, die ich mir gekauft hatte, meinen glamourösen Abend auf der Berlinale, dazwischen ein paar Selfies und Pakete, die ich von PR-Agenturen und Marken zugeschickt bekommen habe.

Viele perfekt inszenierte Fotos also, die einen ein sehr wichtiges Detail vergessen lassen: sie zeigen nicht mein komplettes Leben. Sie zeigen nicht den Schlabberlook, den ich zuhause trage, das Chaos, das in meiner Wohnung aufgrund der vielen Pakete und meiner Faulheit herrscht, den Döner nachts um halb Drei oder die Tränen, die ich manchmal wegen Kleinigkeiten vergieße.

Wir alle wissen mittlerweile, dass soziale Medien wie Instagram und Snapchat nur einen Bruchteil dessen zeigen, was wirklich in unserem Leben passiert. Beim Anblick all der perfekt inszenierten Fotos vergisst man dennoch schnell die Person, die eigentlich hinter all dem steht.

Diese Konfrontation war für mich übrigens nicht die Erste dieser Art. Ich blogge seit 2009, war damals noch in der Schule und jeder von uns weiß, was für (pardon) Arschlöcher Kinder und Teenager sein können.
So habe ich mir schon oft vorwerfen lassen müssen, eine Tussi zu sein. Habe anonyme Kommentare auf meinem Blog bekommen, oder noch schlimmer, als ich für kurze Zeit einen Youtube-Kanal hatte und dort lesen durfte, was „Freundinnen“ wirklich von mir denken. Das war auch einer der Gründe, wieso ich den Kanal damals habe sterben lassen: Ich habe mich regelrecht geschämt für das, was ich auf Youtube gezeigt habe, für meine Hobbies Beauty und Mode. Zu große Angst hatte ich damals vor Lästereien und davor, nicht akzeptiert zu werden. Also habe ich von Anfang an versucht, meinen Blog und mein Privatleben zu trennen und kaum jemandem davon erzählt.

Mittlerweile weiß jeder meiner Freunde, was ich tue – was ja irgendwie auch unvermeidbar ist, da man sich heute ja sofort auf sämtlichen Portalen vernetzt. Ich schäme mich schon lange nicht mehr für meinen Blog, dafür habe ich zu viel erreicht, auf das ich höllisch stolz sein kann. Trotzdem tut es weh, darauf reduziert zu werden, was ich online poste – und das auch noch auf eine negative Art und Weise und von Menschen, die einen eigentlich mögen.

Ich bin von Natur aus kein sehr extrovertierter Mensch, der Fremden gern viel von sich preisgibt. Keine besonders gute Qualität für einen Blogger vielleicht, aber mir geht es hier ja auch nicht darum, eine Reality TV Show um mich zu inszenieren, sondern darüber zu schreiben, was mich bewegt und was mir gefällt. Ihr wisst gar nicht, wie viel Mut es mich manchmal kostet, solche Zeilen zu schreiben und wie leicht einen der eine oder andere Hater-Kommentar verletzen kann. Selbst Schuld, klar – wer im „Rampenlicht“ steht, der wird automatisch von Kopf bis Fuß analysiert und bewertet.
Hier müssen wir uns selbst auch in unseren Gedanken stoppen: Nur weil Blogger XY die nächste Designertasche hat, ist sie nich unbedingt glücklich. Nur weil ihr Leben so easy und spaßig scheint, muss es das nicht sein. Und auch die Person, die online so selbstbewusst wirkt, hat Gefühle und wird vielleicht leichter verletzt als gedacht.

Habt ihr schon einmal ähnliche Erfahrungen in Social Media gemacht?

xoxo
Eva

Fotos: Odett Telke

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Personal

Macht uns ständige Selbstoptimierung kaputt?

von am 30/01/2018

„Wie man Karriere, Liebe und Sport stressfrei unter einen Hut bringt“
„Der 20 Minuten Guide für den perfekten Po“
„Besser aussehen mit der XYZ-Diät“

– besonders zum Jahresbeginn gibt es in jeder Zeitschrift und auf jeder Website Artikel dieser Art – Artikel, mit denen wir uns selbst optimieren sollen und mit denen wir schönere, schlankere und stärkere Frauen werden sollen, die scheinbar mühelos alle Aufgaben schaffen und dabei ständig neue Skills lernen. Selbstoptimierung ist seit Jahren ein Trend, den Marken und Medien nutzen und uns einreden, dass das, was wir sind, nicht gut genug ist und dringend Verbesserung bedarf. In jedem von uns muss scheinbar jemand Besseres stecken, den wir unbedingt nach draußen tragen müssen.

Kein Wunder also, dass schlanke Frauen sich dick fühlen oder der eine oder andere glaubt, faul zu sein, nur weil er nicht jeden Abend nach dem Job ins Fitnessstudio rennt. Nur Fitness ist viel zu langweilig, stattdessen muss es zusätzlich noch Joggen und ein Kickbox-Kurs sein; zwei Reisen im Jahr sind nicht genug und wenn, dürfen sie schon gar nicht nur an die Ostsee gehen, sondern am besten in den Irak oder die Arktis. Immer besser, immer extremer und Hauptsache nicht immer das Gleiche. Aber wieso eigentlich?

Ich liebe es, abends mal nach Hause zu kommen und nichts zu tun. Nur bei meinem Lieblingsitaliener zu bestellen und bei keinem anderen – und das Fitnessstudio auch mal sausen zu lassen, wenn ich keine Lust darauf habe. Immer wieder nach London zu reisen, weil es so nah ist und einfach eine meiner liebsten Städte. Unsere Gesellschaft und vor allem die Medien schreiben uns aber vor, sich stets verbessern zu müssen, versteckte Interessen und Talente zu entdecken, anders zu sein und alles zu tun, um bloß nicht stehen zu bleiben.
Auch in Sachen Blog merke ich diese Veränderung: Während es früher absolut okay war, Outfits vor dem eigenen Spiegel zu knipsen, sich Sachen von der Seele zu schreiben  und irgendwie eben ein normaler Mensch zu sein, muss heute jedes Foto quasi die Welt neu erfinden, jeder Artikel ein wahrer Erguss sein. Obwohl mir das auch Spaß macht und ich hier gerne kreativ bin, war es früher doch irgendwie einfacher, irgendwie normaler.

Mein Appell an mich selbst ist also: Nicht mehr so viel zweifeln und vor allem nicht so viel zu vergleichen. Es ist okay, wenn meine Freunde jeden Tag zum Sport gehen, in die entlegensten Länder reisen und sich ab sofort nach der Regenbogen-Diät ernähren. Das heißt nicht, dass mein Leben in irgendeiner Form langweilig oder eintönig ist. Mir gefällt mein Leben, ich möchte mich nicht ständig verändern – natürlich probiere ich gern etwas Neues aus, nur eben nicht, um darin direkt die Beste zu sein oder neue Extreme zu erreichen.
Ich muss nicht ständig an meine Grenzen gehen und entscheide selbst, was ich wann mache und was eben nicht. Vielleicht will ich ja trotzdem bald eine neue Karrierestufe erklimmen oder einen Knackpo haben – das alles geschieht aber zu seiner Zeit und vor allem nicht mit Druck von außen.

Wie seht ihr das – verbessert und verändert ihr euch gerne oder darf man auch mal stehenbleiben?

xoxo
Eva

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Personal

Meine Neujahrsvorsätze

von am 01/01/2018

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Vorsätzen zum neuen Jahr. Wer etwas plant oder ändern möchte, kann das auch sofort tun. Aus irgendeinem Grund ist es bei diesem Jahreswechsel aber anders. Ich habe in letzter Zeit über einiges nachgedacht, vieles bewusster erlebt. Das hat in mir einige Fragen aufgeworfen und mich dazu gebracht, ein paar Vorsätze für 2018 zu formulieren.

Mehr Sport & bessere Ernährung
Ja, ich weiß – das steht wohl bei jedem auf der Liste und ist irgendwie auch ein absolutes No Go. Nach all der Weihnachtsschlemmerei und vor allem auch meinem USA-Urlaub muss es aber sein. Ich möchte danach eine Art „Detox“ machen – wie genau, weiß ich noch nicht. Außerdem melde ich mich in einem neuen Fitnessstudio an, das quasi direkt nebenan ist und bei dem mir keinerlei Ausreden mehr bleiben, nach der Arbeit doch nicht hinzugehen. Ich habe gerade auch richtig viel Lust auf gesunde Ernährung und Sport und glaube, es wird anhalten: Ich möchte nicht „5kg abnehmen“ oder „Nie wieder Carbs essen“, sondern einfach nur wieder gesünder leben.

Tiefer gehen
Ich bin jedes Mal fasziniert, wenn ich einen Menschen treffe, der bei einem bestimmten Thema mit jedem Detail vertraut ist. Sei es dabei die Geschichte Frankreichs, ein bestimmtes Musikgenre oder das Leben von Marilyn Monroe. Auch ich habe solche spezifischen Interessen und würde liebend gern mehr über das eine oder andere Gebiet wissen, irgendwie schiebt man das Lernen dann aber doch immer wieder vor sich her. Damit soll jetzt Schluss sein! Mal sehen, womit ich mich als Erstes beschäftige.

Mehr hinterfragen – und weniger
Es gibt Probleme, über die ich mir stundenlang den Kopf zerbrechen könnte. Meistens sind das Dinge, über die andere keinen zweiten Gedanken verschwenden. Andere Aktivitäten und Gedanken laufen bei mir ganz routiniert ab, ich hinterfrage sie nicht und habe mich zufrieden gegeben. 2018 möchte ich ein bisschen mehr darauf achten, was ich wirklich möchte – und mir weniger Sorgen über Kleinigkeiten machen und über Probleme, die eigentlich nur in meinem Kopf interessieren. Ein schöner Vorsatz, oder? Ich hoffe, er lässt sich umsetzen.

Noch mehr reisen
In Sachen Reise war 2017 schon ganz gut: Stockholm, Genf und das französische Umland, Paris, Israel, Jordanien und aktuell mein Roadtrip durch Kalifornien. All das macht mich so glücklich! Auf meiner Reise-To-Do-Liste stehen aber noch so viele weitere Ziele, die ich „abarbeiten“ möchte. Vielleicht geht es in diesem Jahr ja nach Marokko und Südafrika? An die Ostsee möchte ich auch unbedingt. Seid gespannt!

Habt ihr Vorsätze für das neue Jahr?

xoxo
Eva

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Personal

Wann sind wir so unfreundlich geworden?

von am 17/11/2017

Es gibt wohl kein Thema, über das ich mich in der letzten Zeit öfter aufgeregt habe, als dieses. Ein Thema, das mir jeden Tag begegnet und sich in meinem Leben irgendwie verfestigt und das ich absolut nicht verstehe. Wann ist eigentlich jeder so unfreundlich geworden? Erst dachte ich, es läge vielleicht an Berlin und dem rauen Umgang in der Stadt. Dann bin ich nach Israel gereist und habe gemerkt, dass es dort genauso ist! Nach einigen Gesprächen mit Freunden wurde klar, dass es nicht nur mir aufgefallen ist. Wann sind Höflichkeit und Freundlichkeit out geworden?

Ich laufe mit einer Freundin durch den Park, der Weg ist breit, wir laufen zu zweit in der Mitte. Links und rechts von uns genügend Platz. Ein Jogger kommt uns entgegen, brüllt auf einmal wutentbrannt los und schlägt mir mit seiner flachen Hand auf die Schulter. „Ihr lauft auf der falschen Seite!“. In diesem Moment ist die Zeit für mich kurz still gestanden. Ich war absolut baff. Ein Mann Mitte 50, der gut und gerne mein Vater hätte sein können, hätte mit viel Platz locker an uns vorbei joggen können, hat sich aber dazu entschlossen, eine fremde Frau zu schlagen(!), um ihr zu sagen, dass sie doch bitte etwas mehr rechts und weniger mittig laufen soll. Really?!

Zwei Tage später stehe ich an der Bahnstation. Die einfahrende Bahn ist leer, für jeden ist genug Platz. Die Frau, die mit mir einsteigt, entschließt sich aber dazu, mich lieber noch kurz nach hinten zu schubsen, um auch garantiert einen der über zehn freien Plätze für sich zu sichern. Ich bleibe kurz stehen, überlege etwas zu sagen – verstumme aber.

Ich könnte bestimmt fünf weitere solcher Geschichten erzählen. Geschichten, die mich anfangs sprachlos zurück ließen, obwohl ich in dem Moment, als sie passierten, vor Wut oder purer Fassungslosigkeit hätte schreien können. Und das nur in den letzten Monaten.
Wann ist das passiert? Und vor allem: Wieso?! Auch ich kenne das Gefühl, einen schlimmen Tag gehabt zu haben und am liebsten jeden in der Umgebung anschreien zu wollen und all meinen Frust rauszulassen. Der kleine Unterschied: Ich tue es nicht. Der einfache Grund dafür ist, dass vor allem fremde Menschen selten etwas für diesen Frust können und ich ihn deshalb auch nicht an ihnen auslassen darf. Generell habe ich sehr früh gelernt, wie schlimm und falsch es ist, seine Emotionen an anderen Menschen abzulassen. Das geht wohl nicht jedem so – oder was habe ich verpasst?
Die Unfreundlichkeit, die mir fast täglich begegnet, ist wirklich ein Phänomen, das ich einfach nicht begreifen kann und das für mich in den letzten Monaten deutlich zugenommen hat im Vergleich zu den Jahren zuvor. Woher kommt dieser Negativtrend, und wann hört er endlich auf?!

Geht es euch denn auch so oder bin ich (hoffentlich!) mit dieser Problematik alleine?

xoxo
Eva

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